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Operationen bei BelastungsinkontinenzWenn eine physiotherapeutischen Behandlung nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, kann eine Operation eine Belastungsinkontinenz bessern oder auch heilen. Es stehen dafür zahlreiche verschiedene Operationsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Operation für Sie die richtige ist, kann erst nach einer gründlichen Untersuchung entschieden werden. Bandoperationen(Einlage eines Kunststoffbandes unter die mittlere Harnröhre) Diese Operation ist die am häufigsten angewendete Operation bei Belastungsinkontinenz. Über einen kleinen Schnitt in der Scheide unter der Harnröhre wird ein Kunststoffband entweder zur Oberschenkelinnenseite hin (transobturatorisches Band) oder hinter dem Schambeinbogen (retropubisches Band) ausgeleitet. Das Band soll spannungsfrei unter der Harnröhre liegen. Der Eingriff kann in Lokalanästhesie, in Spinalanästhesie oder in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt werden. Die Operationsdauer beträgt in der Regel 15-20 Minuten. Nach der Operation müssen Restharnkontrollen durchgeführt werden, um zu gewährleisten, dass sich die Blase gut entleert. Selten ist es erforderlich, nach 1-2 Tagen das Band etwas zu lockern. Die Erfolgswahrscheinlichkeit für diese Operationen beträgt 80-90% Besserung und Heilung. Über Risiken und Komplikationen werden Sie in einem Vorgespräch ausführlich informiert. Anheben der Scheide über einen Bauchschnitt (Kolposuspension)In bestimmten Situationen ist eine Kolposuspension die geeignete Operation. Dabei wird über einen Bauchschnitt die Scheide angehoben und mit Fäden hinter dem Schambeinbogen fixiert. Dadurch wird der Blasenhals stabilisiert. Diese Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose und dauert ca. 45 Minuten. Nach der Operation sind Restharnkontrollen erforderlich. Die Erfolgsaussichten betragen je nach Vorgeschichte 70-80% Besserung und Heilung. Über Risiken und Komplikationen werden Sie in einem Vorgespräch ausführlich informiert. HarnröhreneinspritzungenBei diesen Operationen wird durch die Harnröhre eine Art Schwellkörper unter die Harnröhrenschleimhaut gespritzt. Dadurch dichtet die Harnröhre besser ab. Diese Operation kann in Lokalanästhesie oder in kurzer Narkose erfolgen. Die Erfolgsraten liegen bei 60% Besserung und Heilung. Eine zweite Einspritzung nach 4 Wochen kann die Erfolgsrate verbessern. Auch hier sind Restharnkontrollen notwendig. Über Risiken und Komplikationen werden Sie in einem Vorgespräch ausführlich informiert. |
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